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Tandem News

Beiträge und Fotos zu Tandemregatten von Alex Maucher

Geschichte:

Fred Ostermann war der erste Deutsche Hersteller von "Winsurfern". Er ließ schon Mitte der 70er Jahre neben seinem ersten "Windglider" und seinem abenteuerlich schmalen "Windglider Spider" ein Tandem bauen. Seiner Meinung nach lag es auf der Hand, dass bei ähnlichem Wasserwiderstand mit zwei Segeln mehr Geschwindigkeit zu erzielen sein müsste. Das hat sich zwar im Laufe der Jahre nicht bestätigt, die Tandems waren aber sofort ein voller Erfolg nicht nur als spektakuläre Regattaklasse sondern auch als Schulungsgerät. Der Lehrer konnte sich neben den Schüler stellen und falsche Aktionen schon im Ansatz aktiv korrigieren.

 

Den zunächst wegen ihrer gelben Standfläche auf weissem Grund "Spielgeleier" genannten Ostermann-Boards folgten die berühmten Boards mit der Hohlkehle im Heck.  Die Tandems dieser Generation wurden in Belgien gebaut und waren von so guter Bauart und Qualität, dass sie auch heute nach 30 Jahren noch wunderbar funktionieren.  Jeder Club erwarb seinerzeit mindestens ein Exemplar und sicher liegt noch manches Tandem ungenutzt herum. In Kaarst hängt beispielsweise eines einsatzbereit als Dekoration an der Clubhausdecke. 7 Exemplare sind im Besitz der RWSG Zülpich.

 

1977 gingen am Gardasee vor Malcesine zur ersten Tandem-WM 80 Windglider-Tandems ins Rennen. Man konnte so viele Tandems nicht auf einer Startlinie unterbringen.  In Ausscheidungsrennen musste ein Finalfeld von 40 Tandems ermittelt werden. Da zu dieser Zeit die Charchulla-Brüder mit einer Art Privatorganisation die Regattabestimmungen sehr eigenwillig von Rennen zu Rennen neu festlegten, gründeten die Aktiven im Rahmen dieser WM eine nationale Klassenvereinigung (DTK). Ihr folgte eine internationale Klassenvereinigung (ITCA, später bei der IYRU als Division III anerkannt).

 

Die Tandems fuhren in drei Klassen: Offene Klasse, Winglider und die zerlegbaren Sharks (letztere mit eigener Klassenvereingung).

 

EMs und WMs der offenen Klasse und der Windglider waren bis zum Beginn der 80er Jahre sehr gut besuchte Veranstaltungen, bei denen sich auch die Topleute der Mono-Boards ein Stelldichein gaben. Das Fernsehen berichtete zeitweise mit Filmbeiträgen von den Rennen. Die Materialschlacht nahm irgendwann so zu, dass man meinte, eine Begrenzung der Rumpfrundung vornehmen zu müssen. Das half nur kurz. Als Lechner erneut ein Verdrängerboard auf den Markt brachte, das in die neue Vermessung passte, gaben viele auf. Die Klasse starb einen langsamen Tod. Einzig der Engadiner Surfmarathon und kleine Regatten in NRW waren nicht tot zu kriegen. Dort liefert sich eine kleine Gemeinde von Begeisterten mit Winglidern und Einzelexemplaren spannenden Sport. Die Boards werden von den Clubs aus Wesel und Zülpich bei entsprechender Nachfrage mit an die Regattabahn gebracht. Die Veranstalter bemühen sich auch um Partnervermittlung. Tandem-Regatten finden immer nur an einem Tag statt, nicht an einem ganzen Wochenende. Das macht die Teilnahme zusätzlich einfacher. Als Segel sind alle Segel bis 7,5 qm erlaubt. Der Tiefgang der Schwerter ist auf 1 m begrenzt (Übereinkunft der Fahrer). Die alten Windglider sind ausgerüstet mit neuen perfekten Schwertern des Bootsbauers Liekmeier wieder richtig schnell.

 

2006 hat der Seglerverband NRW hat vor zwei große Wanderpokale für die Landesmeister NRW gestiftet. Diese werden in vier Regatta ermittelt und zwar so, dass man nicht alle vier Rennen segeln muss, um zu gewinnen.

 

Das große Problem der Tandems ist nun, dass sich kein Produzent für neue Boards findet. Wir sind da im Gespräch mit einer Firma in Belgien, die seinerzeit für Fred Ostermann die Boards gebaut hat. Gut möglich, dass die DTK dort mit Privatinitiative wieder eine Kleinserie auflegen lassen kann. Auch Tabou denkt über ein Ragttatandem nach.

 

Die Begeisterung vor allem des Regattanachwuchses beim Tandemfahren ist eindrucksvoll.

Gutes Tandem-Segeln ist nicht einfach, macht aber wirklich Spass. Es ist naturgemäss auch geselliger als das Mono-Surfen.

 

NRW-Cup 2008:

 

Weseler Tandem-Cup 2008 (Aue-See):

 

Die Top-Mannschaften des Vorjahres waren mit Ausnahme von Thomas und Markus Michaelis am Start. Man kannte sich gut und lieferte sich bei zeitweise schönem Wind taktisch interessante enge Rennen.

Am Ende waren Sieger und Zweite punktgleich. Etwa eine halbe Brettlänge im letzten Lauf entschied das Match auf der Ziellinie.

Regattaleiter: Manni Berendt

 

1. Gabi Schlotmann / Adrian Neyers (WSC Kaarst, Winglider) 2. Benedikt Klinkhammer / Alex Maucher (RWSG Zülpich, Winglider) 3. Klaus Hochwarter / Ulli Krause (RTG Wesel / Windglider) 4. Bernd Bützow / Richard Majewski (WCR Duisburg, Prototyp) 5. Walter Brandenburg / Klaus Huth (Hildener WC, Windglider)

 

Erster FRED OSTERMANN - CUP 2008 (Zülpicher Wassersport-See)

 

Dem Erfinder des Tandem-Surfens wurde von der RWSG mit der Umbenennung des traditionellen RASMUS-CUP in einen Cup, der zukünftig seinen Namen tragen wird, ein kleines Denkmal gesetzt. Wir finden, dass er das wirklich verdient hat. Sehr viele Surfer verdanken Fred durch seine Initiative viele schöne Erlebnisse. Geld hat er mit seiner Idee nicht wirklich verdient.

Die Regatta fand im Rahmen eines großen Seefestes statt und hatte dadurch einen schönen angemessenen Rahmen. Der 72 Jahre alte Freddi Ostermann ließ sich trotz einer frischen Fußoperation nicht lumpen und reiste persönlich an, um die Siegerehrung vorzunehmen. Leider musste das Feld, zu dem auch drei Teams vom Bodensee zählten, bei Gluthitze bis zum späten Nachmittag auf Wind warten. Dann gelangen aber etwas überraschend noch drei Läufe.

Regattaleiter: Manni Berendt

 

1. Benedikt Klinkhammer / Alex Maucher (RWSG Zülpich, Windglider) 2. Walter Brandenburg /Klaus Huth (Hildener WC, Windglider) 3. Gabi Schlotmann / Adrian Neyers (WSC Kaarst, Windglider) 4. Bernd Bützow /Richard Majewski (WCR Duisburg, Prototyp) 5. Michael Götzke /Otto Rauch (WS Immenstadt, Prototyp)

 

Sechs-Seen-Cup 2008 (Masuren-See Duisburg)

 

Zeitweise sehr guter Wind und ein schwieriges Revier. Das Team Hochwarter/Krause war durch einen bösen Arbeitsunfall von Klaus Hochwarter verhindert. Nach dem Rennen bot der WCR ein sehr stimmungsvolles Clubfest. Eine kleine aber sportlich gute Regatta.

Regattaleitung: Manni Berendt

 

1. Benedikt Klinkhammer / Alex Maucher (RWSG Zülpich, Windglider) 2. Bernd Bützow / Richard Majewski (WCR Duisburg, Prototyp) 3. Walter Brandenburg / Klaus Huth (Hildener WC, Windglider) 4. Ulli Krause / Adrian Neyers (RTG Wesel, WSC Kaarst, Windlider) 5. Tobias Schenk / Bastian Schenk  (WCR Duisburg, Prototyp)

 

Vor der letzten Regatta am Dümmersee (23. August, WSCD Dümmersee, Lembruch) steht das Team Benedikt Klinkhammmer / Alex Maucher damit wie im Vorjahr als des Gewinner des NRW CUP fest.

Auf dem Wolfssee trafen sich die Tandemsurfer zum dritten Lauf um die Landesmeisterschaft.
Einmal rund um die Insel hieß es für die Tandemsurfer am Wochenende bei den NRW-Landesmeisterschaften. Tandemsurfen? Dieser Sport entstand 1920 auf Hawaii: Die dortigen Windsurfer nahmen Touristinnen auf ihren Brettern mit in die Wellen. Heute gilt es als eigenständige Surfdisziplin. Die Sportler segeln zu zweit auf einem Brett mit zwei Segeln - jedes 7,5 Quadratmeter groß.
Am Samstag war der Wolfssee der Schauplatz für den dritten Lauf der Landesmeisterschaft. Zuvor fanden bereits auf dem Weseler Auesee und dem Zülpicher See zwei Wettkämpfe statt. Unter den acht Teilnehmern befand sich auch das Team Bernd Bützow/Richard Majowski vom Windsurfing Club Ruhr. "Beim Tandemsurfen müssen die Bewegungen der Partner möglichst synchron sein", erkärte WCR-Presseprecher Jürgen Schmitz das A und O beim Tandemsurfen.
Vor den fünf Wettläufen an diesem Tag lag das Duo Bützow/Majowski auf Platz drei der Rangliste. Die zurückzulegende Strecke verlief einmal um die Insel im Wolfssee herum. Die Wetterbedingungen passten. "Die waren optimal. Bei ungünstigen Bedingungen können Rennen auch schon mal abgebrochen werden", sagte Schmitz. Die beiden Duisburger erwischten einen guten Wind und mussten nicht, wie ein anderes Team, mit dem DLRG-Boot an den Start gezogen werden.
Zwei zweite, zwei dritte Plätze Von den fünf Läufen wurden die vier besten gewertet. Unter dem Strich standen für das WCR-Team beim Heimspiel zwei zweite und drei dritte Plätze zu Buche. Sie konnten sich auf Rang zwei der Gesamtwertung hinter den Führenden Alex Maucher/Benedikt Klinkhammer aus Zülpich schieben. Am Samstag, 25. August, steht der entscheidende Lauf auf dem Duemmer See an.
12.07.2007 PAUL GERLACH

Landesmeisterschaft des Seglerverbandes NRW im Tandem-Surfen
Seit dem Jahr 2006 hat der SV NRW eine offizielle Landesmeisterschaft im Tandem-Surfen ausgeschrieben und hierfür zwei große Pokale gestiftet. Im Vorjahr bestand die Serie aus drei Regatten (Zülpich, Wesel und Dümmersee). In diesem Jahr kam der Masurensee in Duisburg hinzu.
Die RWSG ist seit jeher ein Club mit guten Tandem-Teams, seit Fred Ostermann 1976 das erste Tandem auf den Markt brachte. Dieser Tradition sind wir in diesem Jahr wieder gerecht geworden. Unser Club stellte die meisten Teilnehmer an diesem Wettbewerb und am Ende auch mit Benedikt Klinkhammer und mir die Gesamtsieger.
Mit 14 Siegen und 4 zweiten Plätzen in insgesamt 18 Läufen fiel das Ergebnis am Ende punktemäßig sehr deutlich für uns aus. Wenn man sich die einzelnen Regatten aber im Detail ansieht, waren die Rennen ungemein eng und spannend. Wir haben jeden Laufsieg mit viel Einsatz, Konzentration und Kampfgeist herausgefahren. Wenn es einmal läuft, dann hat man hier und da auch das Glück des Tüchtigen. Bei der ersten Regatta in Wesel haben wir einige Wettfahrten nach Aufholen großer Rückstände nur mit hauchdünnen Vorsprüngen für uns entschieden. Auf dem Zülpicher See mussten wir uns den Brüdern Markus und Thomas Michaelis knapp geschlagen geben. In Duisburg haben wir zwar alle Läufe gewonnen, lagen aber bei allen Wettfahrten zunächst wieder deutlich zurück. Dort ereignete sich eine sehr lustige Begebenheit, als nämlich das gesamte Feld außer uns eine Insel falsch herum rundete. Es war ein Bild für die Götter, als wir plötzlich von der anderen Seite auftauchten, dem Feld entgegen segelten und alle umkehren mussten. So viele ratlose und ungläubige Gesichter ...
Die letzte Regatta auf dem Dümmersee war von allen die schönste, sowohl vom Revier her, als auch von den Wetterbedingungen. Wie bei allen Tandem-Regatten war die Stimmung am Ufer ganz hervorragend.
Die Tandem-Regatten laufen immer nur an einem Tag. Das Brettmaterial wird den Teilnehmern vom Verein an das jeweilige Revier transportiert. Man kann diese Veranstaltung wirklich empfehlen, auch denjenigen, die ansonsten keine Regatta-Erfahrung haben. In diesem Zusammenhang sei noch einmal auf unser Regatta-Training im Sommer 2008 verwiesen. Wir von der RWSG würden uns wirklich freuen, wenn im kommenden Jahr wieder eine größere Gruppe mitreisen würde.
Alex Maucher

Großer Kampf um den Titel: 1. Landesmeister NRW im Tandem-Surfen
Die erste Veranstaltung zur Ermittlung des ersten Landesmeisters im Tandem-Surfen wurde am 10. Juni von der Surfabteilung der RTG Wesel auf dem Weseler Auesee durchgeführt. Es sind 13 Teams aus NRW bei strahlendem Sonnenschein an den Start gegangen. Die Windverhältnisse waren für die Giganten unter den Surfboards optimal. Insgesamt konnten 5 Wettfahrten gestartet werden. Die Spannung wurde durch einen Protest aus der ersten Wettfahrt bis zum Ende der Veranstaltung aufrecht gehalten. Vor der Verhandlung waren die ersten beiden Teams punktgleich, doch das erstplatzierte Team musste nach der Verhandlung seinen Platz an das zweite Team abtreten: wer den falschen Kurs fährt, hat das Nachsehen. So konnten die Titelverteidiger Klaus Hochwarter und Ulli Krause (beide RTGW) ihren Titel behalten. Von den 13 Teams starteten allein 9 von der RTG Wesel, 3 von der RWSG Zülpich und ein Team setzte sich aus einen RTGler und einem RWSGler zusammen. Alle Teams freuen sich auf das nächste Treffen auf dem Dümmer am 19.08.2006 und auf den Entscheidungskampf in Zülpich am 23.09.2006.

1. Landesmeisterschaft im Tandemsurfen
Nach vielen Jahren meiner Bemühungen im Bereich Tandemsurfen ist es mir endlich gelungen, eine Veranstaltungsserie zu starten. Diese Veranstaltungsserie umfasst drei Veranstaltungen. Jede Veranstaltung für sich enthält eine eigene Wertung. Der Sieger der Zusammenfassung aller drei Veranstaltungen erhält den Titel: NRW-Landesmeister im Tandemsurfen. An dieser Stelle möchte ich Herrn Christian Hammermann (RWSG) meinen besonderen Dank aussprechen, weil er seit über 10 Jahren die Tandem-Szene in NRW großartig unterstützt. Wie funktioniert die Zusammenfassung? Von jeder Veranstaltung werden die besten drei Läufe gewertet. Von diesen neun Läufen werden die schlechtesten drei gestrichen. So ist es möglich, auf einer Veranstaltung nicht anzutreten. Wo melde ich mich an? Alle Anmeldungen bitte nur über die Homepage der Surfer-Klassenvereinigung unter der entsprechenden DWSV. www.dwsv.net

 


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