Die Raceboard-Masters-Weltmeisterschaft am Balaton in Ungarn verlief für das deutsche Team äußerst erfolgreich. Mit zwei Weltmeistertiteln und zwei Vizeweltmeisterschaften kehrten die deutschen Raceboard-Surfer von den Titelkämpfen am Plattensee zurück.
In der Heavyweight-Division (über 78 kg) sicherte sich Lars Deiterding vom DWSC Großenbrode souverän den Weltmeistertitel. Einen weiteren WM-Titel gewann Heiner Homrighausen von Just Windsurfing Paderborn in der Klasse der „Super Legends“ (Ü70). Darüber hinaus erreichte Lars Deiterding in der Altersklasse Ü50 („Grandmaster“) den zweiten Platz. Hubertus Tesdorpf vom Windsurfing Club Hamburg wurde Vize-Weltmeister in der Klasse Ü60 („Legend“) vor seinem Vereinskollegen Bernd Neumann.
Anspruchsvolle Bedingungen auf dem Balaton
Die Weltmeisterschaft bot den Teilnehmenden die gesamte Bandbreite an Windbedingungen: von Flaute und Leichtwind bis hin zu Starkwind mit Böen von über 35 Knoten. Gerade diese wechselhaften Verhältnisse machten den Wettbewerb besonders anspruchsvoll.
„Um hier erfolgreich zu sein, musste man ein echter Allrounder sein“, berichtet Lars Deiterding. Besonders die kurzen, steilen Wellen des Balaton in Kombination mit starkem Wind stellten die Fahrer vor große Herausforderungen.
Doppelter Erfolg für Lars Deiterding
Für Lars Deiterding zahlte sich die intensive Vorbereitung aus. Nach einem dritten Platz bei den Ungarischen Meisterschaften in der Vorwoche gelang ihm bei der WM der Sprung ganz nach oben auf das Podest. Mit dem Weltmeistertitel in der Heavyweight-Division und der Silbermedaille in der Ü50-Klasse konnte er gleich zwei bedeutende Erfolge feiern.
Heiner Homrighausen holt Gold bei den „Super Legends“
Auch der 75-jährige Heiner Homrighausen zeigte einmal mehr seine außergewöhnliche Klasse. Der erfahrene Regattasurfer blickt auf über 40 Jahre Wettkampferfahrung zurück und startet aktuell für Just Windsurfing Paderborn. Trotz zahlreicher internationaler Titelkämpfe zählt dieser Weltmeistertitel zu seinen besonderen Erfolgen, da die anspruchsvollen Wind- und Wetterbedingungen den Athleten alles abverlangten.
Starke Leistung von Hubertus Tesdorpf
Hubertus Tesdorpf bewies ebenfalls große Konstanz und kämpfte sich trotz schwieriger Bedingungen zur Vize-Weltmeisterschaft in der Ü60-Klasse. Die ständig wechselnden Windrichtungen und Windstärken machten die Materialwahl und den Segeltrimm zu einer echten Herausforderung. Dennoch gelang es ihm, sich einen Platz auf dem Podium zu sichern.
Deutsche Fahrer auch in der Gesamtwertung stark vertreten
In der Overall-Wertung aller Teilnehmer setzte sich Maksymilian Wojcik aus Polen vor Patrik Pollak aus der Slowakei durch. Lars Deiterding und Hubertus Tesdorpf belegten die Plätze fünf und sechs und bestätigten damit ihre starke internationale Konkurrenzfähigkeit.
Gemeinschaft und Fairness im Mittelpunkt
Neben den sportlichen Erfolgen blieb vor allem die besondere Atmosphäre der Veranstaltung in Erinnerung. Trotz des sportlichen Wettbewerbs unterstützten sich die Teilnehmer gegenseitig, halfen bei Reparaturen und tauschten Ersatzteile aus. Die Wettfahrten waren geprägt von Fairness und gegenseitigem Respekt – Werte, die den Raceboard-Sport seit Jahren auszeichnen.
Blick nach vorne: Die Finals 2026 in Hannover
Nach der erfolgreichen Weltmeisterschaft richtet sich der Fokus nun auf „Die Finals 2026“ in Hannover. Dort werden nicht nur die deutschen Meistertitel vergeben. Die Wettkämpfe werden zudem mehrere Stunden live in ARD und ZDF übertragen und bieten dem Windsurfsport eine attraktive Bühne für ein breites Publikum.
