Nicht ganz reibungslos verlief die Auswahl für den Weltmeisterschaftsort 2025 der Windsurfer LT. Schließlich einigte man sich relativ kurzentschlossen auf Griechenland, in Artemis (bei Athen) zeigte sich der dortige Wassersportclub bereit, diese Großveranstaltung durchzuführen. Einige dürften vom Revier schon gehört haben, immerhin trainierten dort die letzten Jahre die beiden deutschen Techno 293- und nun iQFOiL-Talente Emma und Moritz Schleicher, die erst kürzlich bei der iQFOiL Jugend-WM Platz 2 und 4 erreichten.
Mit der deutschen Flagge geschmückt, zeigte sich das kleine GER-Team selbstbewusst bei der Eröffnung, allen voran die drei Cracks Frank Spöttel, Herbert Weynand, Jan Schombarra, der Jugendliche Chris Bierwag sowie Per Christiansen und als einzige Dame Ingard Borgel. 123 Teilnehmer gingen dann auch zügig zu den Kursrennen in den vier Gewichtsgruppen (A, B, C, D) plus Damen aufs Wasser.
Bei perfekten Bedingungen, „es gab guten bis sehr guten Wind und bei bester Organisation“, so Spöttel, konnte der Routinier in der leichten Gewichtsgruppe A im Spitzenfeld mitmischen. In der Gesamtwertung aus acht Kursrennen, einem Slalom und einem Marathon gelang Spöttel ein hervorragender achter Platz, direkt vor dem österreichischen Olympiateilnehmer von 1988, Thomas Wallner.
Unglaublich, seit 1977 tritt Frank Spöttel bei großen internationalen Wettkämpfen wie EM und WM an, und holte zahlreiche Titel in vielen Klassen wie z.B. auf dem Raceboard oder in jüngster Zeit auf dem Windsurfer LT – 2022 bei der WM auf Sizilien, in diesem Oktober im griechischen Athen. Dabei traf er auf einige frühere Kollegen wie die Olympiasieger Stephan van der Berg (NED) oder Bruce Kendall (NZL), mit denen er vor über 40 Jahren schon um Trophäen kämpfte.
Das zweite deutsche Leichtgewicht, Jan Schombarra aus Berlin, sorgte ebenfalls mit hervorragenden Leistungen für einen 14. Rang overall, wobei ihm im sechsten Kursrennen ein zweiter Platz gelang. Reichlich Erfahrung konnte Chris Bierwag, der 15-Jährige vom RSC Chiemsee, sammeln, der viel Mut und Talent bei seinen Auftritten (IDM Banter See, EM in Punta Ala) zeigte.
DWSV-Windsurfer LT Obmann Herbert Weynand ging in der Gruppe C ins Rennen, schaffte im Slalom Platz 8 und hielt sich auch im Kursrennen und Marathon ständig in den Top Ten auf. In der Endabrechnung ergab es dann den 11. Platz. „Hab leider ein paar Kleinigkeiten versemmelt“, so der selbstkritische Rheinländer. Für Per Christiansen reichte es in der C-Gruppe in der Summe aus allen Rennen zu Position 27.
Mit der einzigen Trophäe im Team Germany trat Ingard Borgel den Rückflug an, unter den 24 Damen reichte es zu Platz 22, aber immerhin zum Vizetitel in der Altersgruppe „Legend“.
Schon während der WM trat die IWCA zum Meeting zusammen, heißer Punkt auf der Agenda die WM 2026. Stark ins Gespräch brachte sich Langebaan in Südafrika, die große und sichere Bucht glänzte schon Anfang Dezember 1995 bei der Funboard-Weltmeisterschaft mit hervorragenden Bedingungen.
BUs:
Das deutsche Team: Frank Spöttel, Ingard Borgel, Per Christiansen, Chris Bierwag, Jan Schombarra und Herbert Weynand (v.l.n.r.).
Ein herrliches Bild, der Marathon-Start: Alle Teilnehmer gehen gemeinsam ins Long Distance.


